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Alle Einträge aus dem Oktober 2008

Von Anzügen und Bankern

Datum: 27. Oktober 2008
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Heute Morgen bin ich auf dem Weg zur Arbeit in eine Verkehrskontrolle geraten. Eine Kontrolle, durchgeführt von Jugendlichen mit geschwärzten Gesichtern, die Geld haben wollen. Das passiert mir jedes Jahr einmal, immer Ende Oktober, immer an der gleichen Stelle und immer am Montag nach der Kirchweih. Ich kombiniere: Muss ein Brauch sein!

Zum Glück hatte ich einen Anzug an.

Zum Glück deshalb, weil ich dadurch automatisch als Banker identifiziert wurde, und mit dem Argument, dass Banken jetzt kein Geld mehr haben, ziemlich billig davon gekommen bin. Der Dialog im hochfränkischen Original:

Wie kommt es, dass die ländliche Jugend bei jemandem, der einen Anzug trägt automatisch schlussfolgert, er wäre ein Banker?
Oder ein Versicherungsvertreter?

Das ist mir schon zum dritten Mal bei der gleichen Zielgruppe passiert. Darf man sich als Informatiker nicht auch aufmotzen, wenn man in die Arbeit geht?

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Frauen, Männer und Mixed CDs

Datum: 27. Oktober 2008
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Warum gibt es kein deutsches Wort, dass dem englischen Begriff Mixed CD gerecht wird?
Egal, darum geht es nicht.

Ohne aktuellen Bezug möchte ich folgendes einfach mal feststellen: Ähnlich wie über die Genialität des Films Feld der Träume, geht die Meinung über die Bedeutung einer selbst zusammen gestellten CD zwischen Mann und Frau ziemlich auseinander.
In vielen Fällen reagieren Frauen auf eine solche CD in der Art:

[ironiemodus unterton=“leicht gelangweilt“]
Wow, eine CD.
[/ironiemodus]

Eine wirklich gute Mixed CD ist weit mehr als das. Sie wird nicht in wenigen Minuten zusammengeklickt. Es werden Stunden, manchmal Tage investiert, die geeigneten Titel auszuwählen, die sinnvollste Reihenfolge zu bestimmen (notfalls auszuprobieren) und sogar die Abstände zwischen den einzelnen Liedern zu perfektionieren.

Warum das alles? Nicht immer gibt es romantische Hintergründe. Es geht vielmehr darum, jemandem zu zeigen: Ich hab über dich nachgedacht.
Die Mixed CD (oder das Mixed Tape – lieber Kinder, das hatte man früher so) ist eine unaufdringliche Art das mitzuteilen. Aber unterschätzen sollte frau deshalb nicht, wieviel Zeit dahinter steht. Und schon garnicht sollte Frau so reagieren:

[ironiemodus unterton=“leicht gelangweilt“]
Wow, eine CD.
[/ironiemodus]

Vielleicht sollte ich mal wieder eine CD zusammenstellen. Hab ich schon lange nicht mehr gemacht. Und jetzt hab ich irgendwie Lust bekommen. Trotzdem.

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Microblogging – Der Selbstversuch!

Datum: 23. Oktober 2008
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Ein auffälliger Trend im heutigen Netz ist das sogenannte Microblogging: kurze Statusmeldungen, um das Internet wissen zu lassen, was man gerade macht, denkt, isst, usw. Der Microblogging-Dienst schlechthin ist Twitter, der wahrscheinlich erfolgreichste deutschsprachige ist bleeper.

Ich dachte immer, ich brauche so etwas nicht. Ich konnte den Sinn des Ganzen – anders als den Sinn des Bloggens, wo es darum geht über etwas zu berichten, oder zu reflektieren, etwas von Relevanz zu veröffentlichen, nicht irgendwelche Banalitäten – nicht verstehen. Ich dachte, „twittern“ oder „bleepen“ ist was für Leute, die sich selbst viel zu wichtig nehmen – so wichtig nämlich, dass sie der Welt unbedingt mitteilen müssen, dass sie gerade joggen gehen wollen, den Sinn des Lebens erkannt haben (doch nicht) oder Chips essen. Wen interessiert denn das?
… dachte ich.

Genau wie Herr van Aaken bin ich gründlich, wenn ich etwas lese und suche mir deshalb genau aus, was ich lese. Dem widerspricht es eigentlich, sich auf einer Seite mit Gedankenfetzen anderer im Minuten- oder gar Sekundentakt zu überfluten.

Trotzdem habe ich mich in den letzten Tagen ein wenig mit bleeper beschäftigt, und einige Erkenntnisse gewonnen:
Es geht beim Microblogging weniger darum, einfach egozentrisch in die Welt zu senden. Es geht auch darum, auf andere zu reagieren, und mit ihnen zu interagieren. Als ich neulich Abend was über den Lego Technic Kran gelesen habe, den ich auch ha… schon mal gesehen habe, hätte ich am liebsten geantwortet. Und wenn man das ein paar mal macht, dann ist man schon Teil eines sozialen Netzwerks. Und das ist eine spannende Sache, finde ich.

Ich halte nichts davon, dutzende Profilseiten bei verschiedenen Netzwerken online zu stellen, und Freunde zu sammeln, wie andere Bierdeckel. Seit Wochen wehre ich mich dagegen, mich bei studiVZ zu registrieren, dass mich eine sympathische, blonde Dame zu ihrem sowieso schon dreistelligen Bekanntenkreis hinzufügen kann. Das bringt doch nichts.

Wenn ein soziales Netzwerk aber darauf basiert, sich auszutauschen – und sei es im sehr begrenzten Umfang – dann wird es interessant. Dann ist es wie ein Forum, nur universeller, weil man auf kein Thema festgelegt ist. Und es ist schneller, weil die Beiträge kürzer sind und der Nutzerkreis größer ist.

Klingt spannend.
Das probier ich aus.

Ab sofort wird gebleept!

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Unfall-Blogging

Datum: 21. Oktober 2008
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Ich habe jetzt ein Blog!

Na gut, das ist nichts wirklich Neues, aber ich meine damit nicht dieses.

Aus einem Spaß heraus (wie man auf einem später in diesem Beitrag verlinkten Bild erkennen wird), habe ich eine Funktion in meinem Mobiltelefon entdeckt, mit der Bilder direkt an ein Blog geschickt werden können. Dass die Funktion da war, wusste ich schon länger, aber JETZT weiß ich auch, was sie macht.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich zur Eingabe irgendwelcher Anmeldeinformationen aufgefordert werde.

Stattdessen hat mein Telefon ein neues Blog angelegt, mir den Decknamen pepopt358 verpasst (den werde ich jetzt öfter nutzen!) und das Bild ins neue Blog hochgeladen. Gleichzeitig kam eine SMS mit Anmeldeinformationen für die Blogadministration, mit der der optionale Rest der Konfiguration mit wenigen Klicks erledigt ist.

Präsentiert wird dieses tolle Funktionspaket von Sony Ericsson und Blogger. Und eigentlich finde ich es ziemlich cool. Ich bin schon gespannt, ob mit dem nächsten Bild wieder ein neues Blog angelegt wird, oder ob sich das Telefon die Anmeldedaten gemerkt hat. Dann wäre ich echt begeistert. Mal sehen, wann sich wieder ein lustiges Motiv für mein neues Bildblog findet.

Ach ja, der Link.

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Jetzt seniorentauglich!

Datum: 21. Oktober 2008
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In einer kleinen Usability-Diskussion zum Thema Seniorenmarketing mit Mona gestern, kamen wir drauf, dass Senioren im Internet gern auf Bilder klicken. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob ein Hover-Effekt oder das Ändern des Mauszeigers einen Link impliziert oder nicht. Wie Frauen nicht an Schuhgeschäften vorbeikommen, scheinen Senioren magisch von Bildern auf Webseiten angezogen zu werden.

Unter diesem Gesichtspunkt hatte meine geliftete Startseite noch ein wenig Verbesserungspotential…

Am besten selber ausprobieren!

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Facelift

Datum: 19. Oktober 2008
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Das Design von markusbauer.info ist zwar erst wenige Monate alt, es gab aber noch ein paar Kleinigkeiten, die mir selbst nicht ganz gefielen. Weil mir gerade danach war, habe ich noch einige Veränderungen vorgenommen.

Zum Vergleich: eine Gegenüberstellung der Startseite

Startseite in version zweiStartseite in version zwei

Und…

Neue Startseite in version zwei.fünfNeue Startseite in version zwei.fünf

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Internet, Technik, Gesellschaft, Wirtschaft, Leben

Datum: 17. Oktober 2008
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Einen wundervollen Beitrag über die Beta-Gesellschaft, über Gründe und Auswirkungen einer immer schnelllebigeren Welt gibt es im Online-Magazin UPLOAD.

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Der Baader-Meinhof-Komplex

Datum: 14. Oktober 2008
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Getreu dem Motto „Besser spät als nie“ (mein Kinobesuch liegt schon über zwei Wochen zurück), und als Beweis für eine Bekannte dafür, wie toll ein Blog ist, um die eigene Meinung über Kinofilme kund zu tun, folgt nun eine kurze Kritik zum Uli-Edel-Film Der Baader-Meinhof-Komplex.

Im Vorfeld zum Kinobesuch hatte ich im SPIEGEL einen Artikel gelesen, indem der Regisseur berichtet, wie er selbst die Sechziger und Siebziger Jahre erlebt hat, und betont, dass er einen neutralen Blick auf die damaligen Geschehnisse geben wollte.

Das ist ihm wohl nicht konsequent gelungen, denn wenn man im Film die Gründe und Auslöser für den Terror gegen Polizei und Staat sieht, kommt man nicht umhin, ein gewisses Verständnis für beide Seiten zu entwickeln. Das ist ein heikles Thema, deshalb führe ich es vielleicht gar nicht weiter aus. Ich bin sicherlich weit davon entfernt terroristische Gedanken gut zu heißen, weshalb für mich nur der Schluss zulässig ist, dass eine objektive, dokumentarische Schilderung der Motive und Absichten der RAF nicht gelungen ist.

Ich würde deswegen nicht soweit gehen, den Film als gefährlich zu brandmarken, im Gegenteil, ich halte ihn für sehr sehenswert, aber der Baader-Meinhof-Komplex ist sicherlich keine leichte Kost. Verstärkt wird der Eindruck noch durch die oft beeindruckend detailgenaue Inszenierung und Nachstellung zeitgenössischer Fotos und Filmaufnahmen. Auch dazu gab es im SPIEGEL eine interessante Gegenüberstellung.

Für mich war es außerdem erschreckend zu sehen, dass ja zu der Zeit tatsächlich Krieg herrschte. Ein Krieg im Inneren zwischen dem Staat auf der einen und der RAF auf der anderen Seite. Ich kann mich auch noch an die Fahndungsplakate erinnern, die man in meiner Kindheit hier und da noch zu sehen bekam, und die erst jetzt für mich einen Sinn ergeben, weil einem heute die Gefahren dieser Zeit gar nicht mehr so bewusst sind. Es hat sich viel geändert. Und das ist gut so.

Damit diese Blogdemonstration richtig gut wird, bin ich jetzt natürlich auf Kommentare angewiesen. Also bitte. Wie fandet ihr den Film? Oder interessiert er euch garnicht? Und warum?

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Jetzt mit Lichtkasten

Datum: 9. Oktober 2008
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Merken: Wenn was in Javascript nicht funktioniert, könnte es am Zusammenspiel mit XHTML 1.1 liegen.

Bei einer kritischen Prüfung dieser Seite durch die Programmierer dort, wo ich arbeite, fiel auf, dass Bilder bislang nur auf die Großversion verlinken, statt diese in optisch ansprechender Form zu präsentieren. Sowas wird in letzter Zeit immer öfter gemacht. Die Technik nennt sich Lightbox, und dabei wird ein Bild innerhalb einer Webseite über den Text gelegt. Realisiert wird das Ganze über ein Javascript.

Als jQuery-Fan habe ich mich für die darauf basierende Thickbox entschieden, die unglaublich flexibel einsetzbar ist. Ich habe einige Anpassungen vorgenommen, um die Anzeige einzudeutschen. Das optische Pimpen mache ich bei Gelegenheit mal. Vielleicht. Irgendwann.

So richtig ganz unkompliziert war die Implementierung aber nicht, sondern hat mich einiges an Tüftelei gekostet. Immer wenn ich mehrere Bilder als Set gekennzeichnet habe (mittels rel-Attribut) erhielt ich statt eines Lichtkastens nur einen Javascript-Fehler.

Jetzt, ein paar Tage später hab ich entdeckt, dass das an Entitäten wie > oder   im Javascript liegt, die eigentlich in den HTML-Code geschrieben werden sollten. Irgendwie gibt es beim Zusammenspiel solchen Entitäten im Skript und dem Dokumenttyp XHTML 1.1 wohl Probleme weil sie fehlinterpretiert werden. Das erklärt auch den einleitenden Merksatz.

Eine weitere Besonderheit: Die JS-Datei musste ich als UTF-8 mit Signatur abspeichern, so dass auch Webkit-basierte Browser (Google Chrome, Safari) mit den deutschen Sonderzeichen darin zurecht kommen.

Beispiele für die neue Funktion gibt es hier oder auch hier.

Na, ihr Programmierer, was sagt ihr jetzt?

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Knight Rider 2008

Datum: 4. Oktober 2008
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Eine der legendärsten Fernsehserien aller Zeiten erlebt gerade ein Revival. Nach einem ziemlich öden Film Anfang der 90er (Knight Rider 2000) und einer wirklich miesen Adaption (Team Knight Rider) Ende der 90er stimmte mich der Pilotfilm für ein neues Kapitel Knight Rider Anfang dieses Jahres optimistisch, dass diese Neuauflage gut werden könnte.

Der neue KITT ist ein MustangDer neue KITT ist ein Mustang

Weil noch andere Menschen den Film gut fanden, gibt es seit dieser Woche die Serie. Leider enttäuscht die in einigen Aspekten.

Die Story der ersten Folge ist wirr, unlogisch und flach. Zugeben muss man jedoch, dass es flott und kurzweilig zur Sache geht. Die Charaktere schwanken irgendwo zwischen völlig überzeichnet und einigermaßen sympathisch. Am miesten finde ich die Verwandlungsfunktion des neuen KITT. Implizierte der Pilotfilm noch dezente Veränderungen des Blechkleids, zeigt die Serie Klappmechanismen, für die man sich scheinbar bei Transformers hat inspirieren lassen. Das ist leider nicht nur völlig abgehoben, sondern auch dermaßen mies getrickst, dass man am liebsten wegsehen möchte. Außerdem hat man den Eindruck, dass Ford als Sponsor möglichst viele Modelle in der Serie unterbringen wollte, und sich der Mustang deswegen sogar in einen Pickup verwandeln kann. Und das hätte nun wirklich nicht sein müssen.

Diese Tricks gehören noch zu den Besseren

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