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Markus arbeitet kurz

Datum: 13. März 2009
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„Kurz arbeiten“ ist ja nur eine euphemistische Umschreibung für garnicht arbeiten. Und es ist eigentlich garnicht schlecht. Nur laut sagen darf man das nicht.

Leider ist kurz arbeiten aber auch ganz schön teuer. So war ich heute vormittag erstmal einkaufen. Ein bisschen was zu Essen und ein paar Getränke, denn irgendwie waren nur noch welche mit Alkohol da. Das ist zwar nicht schlimm, aber auf Dauer problematisch.

Es ist überraschend, wieviel andere Leute auch „kurz arbeiten“ und an einem Freitag Morgen Netto und Aldi verstopfen.

Danach traf ich mich mit Bernd. Bernd trug eine Strickmütze mit der stolzen Aufschrift Nr. 1. Jedem, der ihn danach fragt, erklärt Bernd, dass er die Mütze von seiner Mama hat. Leuten, die ihn nicht danach fragen, erzählt er es auch.

Wir setzen uns in ein nettes Café und machen sowas ähnliches wie Brunchen. Dabei unterhalten wir uns über aktuelle Themen und beobachten Menschen, und das ist manchmal ziemlich spannend.

Weil man momentan in den Medien unmöglich daran vorbeikommt, reden wir auch ein wenig über Amokläufe und die leidige Diskussion „Killerspiele“. Ich bin jetzt nicht der Typ, der tagelang irgendwelchen Pixelmenschen den Kopf wegballert, aber ich halte nix von einem solchen Verbot. Als nächstes würden dann Rennspiele verboten, weil sie zum Rasen verführen. Das halte ich für Blödsinn. Als nächstes müsste man dann Filme verbieten, und wenn man es konsequent zu Ende denkt auch Bücher. Na gut, wahrscheinlich weiß nur ein kleiner Prozentsatz der heutigen Minderjährigen noch, was Bücher sind, aber Gewalttätigkeit und moralische Fragwürdigkeit findet man darin auch. Und das nicht zu knapp.

Also seh ich garnicht ein, warum ich auf kleine Kunstwerke wie GTA IV oder Mass Effect verzichten soll, nur weil Einzelne nicht zwischen Realität und Spiel unterscheiden können. Denn das ist offensichtlich das Problem.

Am Nachbartisch sitzt ein Mann im mittleren Alter, mit ziemlich wenigen Haaren dafür aber gepflegter Rhetorik und einem imensen Mitteilungsbedürfnis. So nebenbei bekommen wir mit, dass die duchaus attraktive, ein ganzes Stück jüngere Dame am selben Tisch seine Frau ist. Nach einiger Zeit stellen wir fest: Sie ist Französin.

Das scheint ein Trend zu sein, dass ältere, besserverdienende Männer von bestenfalls durchschnittlichem Aussehen und – wie in diesem Fall – auch fehlendem modischem Empfinden sehr viel jüngere, wesentlich attraktivere Französinnen heiraten. Als ich neulich Klamotten kaufen war, hab ich schon mal ein solches Paar gesehen.

Vielleicht könnte ich irgendwie an die E-Mailadresse von der niedlichen Französin kommen, die mir vor 15 Jahren beim Schüleraustausch schon aufgefallen war. Die ist bestimmt immer noch niedlich. Ich könnte von meinem zurückgehenden Haaransatz berichten und von meinem Einkommen. Beim Einkommen könnte ich ja ungenaue Angaben machen. „Ungenaue Angaben machen“ ist in diesem Fall eine euphemistische Umschreibung für „lügen wie gedruckt“.
Mal sehen, vielleicht kommt sie mich ja mal besuchen… und heiraten.

Nach dem gemütlichen Brunch gehen Nr. 1 und ich noch kurz in den Drogeriemarkt mit der großen Auswahl an CDs und DVDs. Mir fällt dort auch gleich ein Verdächtiger auf…
„Hey, Bernd… da schaut sich einer Killerspiele an!“

Gerade laut genug. Der Verdächtige stellt das Spiel zurück ins Regal und geht. Das war knapp.*

Obwohl ich mir vorgenommen hatte, nichts zu kaufen, besitze ich jetzt (endlich) die erste Staffel von Veronica Mars, einer der meistunterschätzten Serien aller Zeiten. Und für nicht mal 10 Euro ein echtes Schnäppchen.

Alles in allem hat mich der heutige Tag damit knapp 50 Euro gekostet. Deshalb ist kurz arbeiten ganz schön teuer. Mal sehen, was die zweite Hälfte des Tages noch kostet…

* Hierbei handelt es sich um eine sarkatische Anmerkung, die in erster Linie der Dominanz eines einzigen Themas in sämtlichen Medien über Tage hinweg Rechnung trägt. Das nervt doch! Außerdem ist es ein Armutszeugnis für Medien und deren Konsumenten und ihre Sensationsgeilheit.

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Lichtjahre oder Zentimeter?

Datum: 4. März 2009
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RTL2 stellt am heutigen Mittwoch in den Werbepausen der Science-Fiction-Serien die Frage:

Wie misst man die Entfernung im Weltall?
a) Lichtjahre
b) Zentimeter

Ich frag mich, was dagegen spricht Entfernungen im All in Zentimeter zu messen. Oder wie sinnvoll Entfernungsangaben in Lichtjahren z.B. bei Andockmanövern an der ISS sind?

Stümper!

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Mehr Übersichtlichkeit

Datum: 2. März 2009
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Reaktionen: 4 Kommentare

Neulich hat mich der stolze Besitzer einer tabellenbasierten Reptilienseite darauf aufmerksam gemacht, dass meine Startseite ganz schön unübersichtlich sei. Ich war überrascht. Beim Versuch, das Ganze einigermaßen objektiv zu betrachten fiel mir auf, dass durch die beiden recht flachen blau hinterlegten Boxen die Dreispaltigkeit des Layouts nicht so deutlich wurde, wie ich das beabsichtigt hatte.

Startseite mit zwei blau hinterlegten BoxenStartseite mit zwei blau hinterlegten Boxen

Kurzerhand wurde also die Kommentarbox entfernt und die Box mit dem jüngsten Posts vergrößert. Damit geht zwar der Effekt verloren, dass neue Kommentare meine Startseite aktualisieren, aber sie wird dadurch aufgeräumter. Und es ist ja auch nicht so, dass ich täglich Dutzende Kommentare bekommen würde. Noch nicht…

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