Ein kleiner musikalischer Urlaubsrückblick
Urlaub ist eine teure Angelegenheit. Selbst wenn man - wie meinereiner - nicht großartig wegfährt. Ich erinnere mich noch, dass ich mir letztes Jahr um diese Zeit einen 32″ LCD gegönnt hab. Diesmal war es nicht ganz so schlimm. Aber immerhin 4 CDs kamen allein letzte Woche zu meiner kleinen Sammlung hinzu. Ein Überblick…
Missy Higgins - The Sound of White
Wikipedia bezeichnet ihren Stil als Piano-Rock. Das trifft es ziemlich gut. Aufmerksam geworden auf die junge Dame bin ich beim Live-Earth Konzert, wo sie zu einem der Highlights der Übertragung aus Australien gehörte. Das Album ist großteils recht ruhig. Nichts zum Party machen, aber schön. Außerdem finde ich sieht sie ein bisschen aus wie Dido. Beweisfoto:
Nerina Pallot - Fires
Wer gelegentlich Radio hört ist vor ein paar Monaten nicht an Frau Pallot und ihrem Everybody’s Gone to War vorbei gekommen. Das Album bietet noch die ein oder andere ähnliche Up-Tempo Nummer, daneben aber auch sehr viele ruhige und melancholische Balladen. Klingt stellenweise ziemlich nach Paula Cole, wie ich finde.
Claudia Koreck - Fliagn
Das Album zum Bayern 3 Ohrwurm des Sommers erfüllt die Erwartungen, die der Titelsong geschürt hat locker, ja übertrifft sie teilweise noch. Erwachsene, abwechlungsreiche Musik von still bis energisch in bayrischem Dialekt, mit Ausnahme von Chocolat - französisch, aber nicht weniger schön.
Dashboard Confessional - Dusk and Summer
Witzigerweise mit einem Aufkleber “Entdecker” versehen, der die Vorzüge des Albums nochmal hervorhebt: 1 CD (wer hätte das gedacht?), 11 Tracks (aha, ein bisschen wenig, erst recht wenn man die Redundanz von Stolen berücksichtigt) und ein mehrseitiges Booklet - Wow! Gab’s früher alles nicht!
Genug Sarkasmus. Wer Dashboard Confessional schon kennt (ja, die gibt’s schon länger, und ich kannte die schon bevor irgendwer Juli kannte) wird sich über den Entdecker-Aufkleber erst recht wundern. Zumal es nicht viel Neues zu entdecken gibt. DC sind eine dieser Bands, denen man jedes ihrer Lieder sofort zuordnen kann. Dadurch klingt die CD leider auch ein wenig monoton - vielleicht nicht geeignet, sie insgesamt zu verschenken, aber eine ergiebige Quelle, um einzelne Titel für eine Zusammenstellung zu nutzen.
Einzig die Single Stolen hebt sich da ab, v.a. in der Version mit Juli. Genau genommen müsste es heißen mit Eva Briegel von Juli, denn wie es im Video aussieht, hatten die männlichen Bandmitglieder nicht sehr viel zu tun, schließlich machen DC die Musik. Das Ergebnis geht mir schon seit Wochen nicht mehr aus dem Kopf. Ein schlauer Zug eigentlich: Juli erfüllen sich einen Traum, und gehen gleichzeitig vielleicht einen ersten Schritt in Richtung Internationalität und DC profitieren von der großen Popularität der Deutschen hierzulande.
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