Microblogging - Der Selbstversuch!
Ein auffälliger Trend im heutigen Netz ist das sogenannte Microblogging: kurze Statusmeldungen, um das Internet wissen zu lassen, was man gerade macht, denkt, isst, usw. Der Microblogging-Dienst schlechthin ist Twitter, der wahrscheinlich erfolgreichste deutschsprachige ist bleeper.
Ich dachte immer, ich brauche so etwas nicht. Ich konnte den Sinn des Ganzen - anders als den Sinn des Bloggens, wo es darum geht über etwas zu berichten, oder zu reflektieren, etwas von Relevanz zu veröffentlichen, nicht irgendwelche Banalitäten - nicht verstehen. Ich dachte, “twittern” oder “bleepen” ist was für Leute, die sich selbst viel zu wichtig nehmen - so wichtig nämlich, dass sie der Welt unbedingt mitteilen müssen, dass sie gerade joggen gehen wollen, den Sinn des Lebens erkannt haben (doch nicht) oder Chips essen. Wen interessiert denn das?
… dachte ich.
Genau wie Herr van Aaken bin ich gründlich, wenn ich etwas lese und suche mir deshalb genau aus, was ich lese. Dem widerspricht es eigentlich, sich auf einer Seite mit Gedankenfetzen anderer im Minuten- oder gar Sekundentakt zu überfluten.
Trotzdem habe ich mich in den letzten Tagen ein wenig mit bleeper beschäftigt, und einige Erkenntnisse gewonnen:
Es geht beim Microblogging weniger darum, einfach egozentrisch in die Welt zu senden. Es geht auch darum, auf andere zu reagieren, und mit ihnen zu interagieren. Als ich neulich Abend was über den Lego Technic Kran gelesen habe, den ich auch ha… schon mal gesehen habe, hätte ich am liebsten geantwortet. Und wenn man das ein paar mal macht, dann ist man schon Teil eines sozialen Netzwerks. Und das ist eine spannende Sache, finde ich.
Ich halte nichts davon, dutzende Profilseiten bei verschiedenen Netzwerken online zu stellen, und Freunde zu sammeln, wie andere Bierdeckel. Seit Wochen wehre ich mich dagegen, mich bei studiVZ zu registrieren, dass mich eine sympathische, blonde Dame zu ihrem sowieso schon dreistelligen Bekanntenkreis hinzufügen kann. Das bringt doch nichts.
Wenn ein soziales Netzwerk aber darauf basiert, sich auszutauschen - und sei es im sehr begrenzten Umfang - dann wird es interessant. Dann ist es wie ein Forum, nur universeller, weil man auf kein Thema festgelegt ist. Und es ist schneller, weil die Beiträge kürzer sind und der Nutzerkreis größer ist.
Klingt spannend.
Das probier ich aus.
Huii, da wird mein bleep zitiert. :-)
Willkommen in der Welt des OMB.
bei Der Markus….. arbeitet mit diesen Menschen
kann man sogar mein Motorrad sehen!!!
jebbet ja gaarnisch!
ich wünsch Dir noch ein frohes Fest und nen guten Rutsch!!! …lasset krachen!