Von Anzügen und Bankern
Heute Morgen bin ich auf dem Weg zur Arbeit in eine Verkehrskontrolle geraten. Eine Kontrolle, durchgeführt von Jugendlichen mit geschwärzten Gesichtern, die Geld haben wollen. Das passiert mir jedes Jahr einmal, immer Ende Oktober, immer an der gleichen Stelle und immer am Montag nach der Kirchweih. Ich kombiniere: Muss ein Brauch sein!
Zum Glück hatte ich einen Anzug an.
Zum Glück deshalb, weil ich dadurch automatisch als Banker identifiziert wurde, und mit dem Argument, dass Banken jetzt kein Geld mehr haben, ziemlich billig davon gekommen bin. Der Dialog im hochfränkischen Original:
- Morgn.
- Morgn. Is woll scho widda Kärwa?
- Hoo. (auffälliges Mustern…) Du erbest woll in da Benk?
- (geistesgegenwärtig) Hoo. Ihr wisst ja, dass die Benken ka Geld mehr hamm.
- No, wievill hostn?
- Dou, an Euro zwanzich.
- Hoo, schenn Dank.
- Serbuss.
Wie kommt es, dass die ländliche Jugend bei jemandem, der einen Anzug trägt automatisch schlussfolgert, er wäre ein Banker?
Oder ein Versicherungsvertreter?
Das ist mir schon zum dritten Mal bei der gleichen Zielgruppe passiert. Darf man sich als Informatiker nicht auch aufmotzen, wenn man in die Arbeit geht?
nö, du musst genauso dämlich daherkommen wie Billy Willy Gates in der 80ern ;)
cu, w0lf.