Pro 7 hat ein Herz für Alias-Fans
Dass ich nicht lache! Heute kam die 4. Staffel von Alias mit der Post. Pro 7 hat einen fetten Aufkleber draufpappen lassen…
Da freu ich mich aber, dass mir diese “Top Serie” mit freundlicher Unterstützung von Pro 7 präsentiert wird.
Zur Erinnerung: Pro 7 ist der Sender, der nach dem grandiosen Finale der 2. Staffel von Alias erst mal eine dreijährige Pause eingelegt hat, bevor ab heute die 3. Staffel anläuft. Drei Jahre!!! Tja, warum auch sollte man nach dem genialsten Staffelfinale, das es bis dahin gab Wert darauf legen, dass die Serie so schnell wie möglich fortgesetzt wird, bevor zu viele Zuschauer das Interesse verlieren. Oder sich die DVD Box kaufen. Aber halt: Da verdient Pro 7 bestimmt wieder mit.
Gar nicht so dumm. Vielleicht ist das das neue Konzept, Serie zu verkaufen, anstatt die zu zeigen.
Bin ja mal gespannt, wann mir Pro 7 die fünfte und letzte Staffel endlich auf DVD präsentiert.
Handys als Geigerzähler - Geht denn das?
Auf Spiegel Online findet sich ein Bericht, wonach Hersteller von Mobiltelefonen darüber nachdenken, ihre Geräte mit Sensoren für ABC Bedrohungen auszustatten und durch Vernetzung eine Art Frühwarnsystem zu schaffen. Ich denke, das Ganze hat aber noch einen Haken.
Ich verzichte an dieser Stelle auf einen Link zum entsprechenden Bericht auf Spiegel Online, weil ich mit der zuständigen Redaktion noch eine Rechnung offen habe.
Wie so viele geniale Ideen der letzten Zeit bedanken wir uns auch für den Handy-als-Geigerzähler-Einfall beim US-amerikanischen Ministerium für Heimatschutz. Dort hat man sich überlegt, dass es ja wahnsinnig praktisch wäre, wenn Handys (man beachte: nicht Handies, schließlich ist es kein englisches Wort) Informationen über radioaktive Strahlung übermitteln könnten. Durch die Auswertung von Daten vieler Teilnehmer könnten dann im K-Fall wertvolle Infos über das Ausmaß der Verstrahlung gewonnen werden.
Teilnehmer ist in diesem Fall nicht ganz richtig, weil das Tolle an der Idee ist, dass die Mobiltelefone auch dann noch senden sollen, wenn der Besitzer längst gegrillt wurde. Clever, gell?
Jetzt bin ich kein Atomphyisker, aber ich habe mal gehört, dass eine atomare Explosion auch immer mit seinem sogenannten EMP (Electromagnetic Pulse) zusammenfällt. Und der grillt alle elektronischen Bauteile (also auch Handymasten und Handys), noch bevor die Strahlung deren Besitzer erreicht.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis den US-Heimatschützern dieses kleine Problemchen bewusst wird.
Ich persönlich würde mir dann doch ein Handy mit Strahlungsschutz, statt Strahlungsdetektor wünschen. Jemand anderer Meinung?
Wer im Übrigen mehr über die Themen Strahlung und EMP und so weiter wissen will, dem sei die TV Serie Jericho empfohlen, die ab 4. Juni auf Pro7 läuft und die Einordnung dieses Beitrags in die Kategorie Fernsehen rechtfertigt. Auch John Woos Operation Broken Arrow ist in der Hinsicht ganz informativ.
Juhuu! Ankündigungen zum Internet Explorer 8
Dieser Tage steigt in Las Vegas die Mix 07, Microsofts Entwicklerkonferenz. Bei der Gelegenheit gab es auch einen kleinen Ausblick auf die Version 8 des Internet Explorers… der soll im Hinblick auf Standard-Kompatibilität besser werden. Aber Vorsicht!
Für alle die, die es nicht wissen, heutzutage gibt es zwei Arten von Browsern: Es gibt die, die sich an definierte Standards halten, moderne Technologien unterstützen und vorantreiben, und es Webdesignern relativ einfach machen, ansprechende Seiten zu gestalten. Als Vertreter wären da der Firefox, Apples Safari und mein persönlicher Favorit Opera zu nennen.
Auf der anderen Seite gibt es den Internet Explorer. Statt den Browser so zu programmieren, dass er mit durchdachten Standards zurecht kommt, definiert Microsoft seit Jahren eigene Standards, auf Basis dessen, was der Browser kann. Hm, auch ein Ansatz.
Für Webdesigner wird dadurch alles schwieriger, denn leider ist ein erschreckend großer Teil der Internetnutzer immer noch nicht auf den Trichter gekommen, sich einen anständigen Browser auszusuchen und freut sich z.B. riesig darüber, dass Microsoft im IE7 das Tabbed Browsing erfunden hat. Das Problem für den Webdesigner ist, dass er zusätzlich zu einer standardkonformen Lösung auch noch Mittel und Wege finden muss, dass der Internet Exploder die Seite auch anständig darstellt. Spart man sich das, gibt’s schnell von IE-nutzenden Internet-Profis verbale Haue.
Jetzt kündigte aber der Microsoft-Chef-Internet-Explorer-Vergurker Chris Wilson an, dass die kommende Version des IE, die nächstes Jahr erscheinen soll, sich wesentlich besser auf Standards versteht. Das klingt im ersten Moment toll. (Vielleicht hat Microsoft auch noch die tolle Idee, den Browser mit Mausgesten zu steuern! Das wäre mal innovativ!)
Aber nicht so schnell! Ich zitiere den Chef-Vergurker Chris Wilson:
Das Internet ist ein gewachsenes System – einige Webseiten, die auf Standard-Abweichungen älterer IE-Versionen Rücksicht nehmen, sind mit der Version 7 nicht mehr zu nutzen… Wenn wir sagen ‘hier ist unser neuer Browser, er ist kompatibel zu den Standards’, stören wir das aktuelle Ökosystem, und das verbessert die Situation für niemanden.
Geht’s noch?!?
Seit Jahren erfindet Microsoft proprietäre Standards, die dem Internet Explorer Rechnung tragen, und nun sollen diese plötzlich beibehalten werden und der neue Browser dem alten Schrott angepasst werden?
Wenn man das weiter denkt, würde da ja heißen, dass alle Browser, die kompatibel zu gängigen Standards sind, das “aktuelle Ökosystem stören”. Interessanter Gedanke.
Eigentlich eine Frechheit der vielen Browser, einfach so in das Ökosystem Internet einzudringen, dass Microsoft in jahrelanger Marktdominanz aufgebaut und angepasst hat (angepasst an den Browser, denn so muss es wohl richtig sein) und einfach alles kaputtzumachen!
Ich muss jetzt erst mal was trinken.
