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Damages - Justiz-Thriller in Serie

Datum: 6. Mai 2008
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Seit letzter Woche läuft immer montags auf Kabel 1 die US Serie Damages in Doppelfolge. Ich hab’s mir mal angeschaut… und bin begeistert!

Noch mehr als jede andere TV-Serie, die ich kenne, macht Damages von Anfang an deutlich, dass hinter der Geschichte ein Masterplan steht. Im Prinzip ist Damages ein riesiger Film, der in Häppchen in Serienlänge daherkommt. Die drei Autoren sind schon im Vorspann genannt, was darauf hindeutet, dass sie die gesamte Staffel alleine geschrieben haben.

Auch die Erzähltechnik lässt keinen Zweifel daran, dass hier nicht Folge für Folge ausgedacht wurde, sondern ein großes Gesamtbild gezeichnet wird. Ab der ersten Minute wird der Zuschauer mit 2 Zeitebenen mit einem Abstand von 6 Monaten konfrontiert. Und es ist auch klar, dass die beiden Ebenen füher oder später nahtlos zusammengefügt werden. Ab Folge 4 kommt noch eine weitere Zeitebene dazu, die 5 Jahre in der Vergangenheit liegt.

Wer jetzt denkt: “Klingt wie Lost!” hat nur teilweise recht. Denn in allen Zeiten wird linear erzählt, und es bestehen direkte Abhängigkeiten.

Ich bin so begeistert von dem Konzept, dass ich die Geschichte ganz vergesse: Es geht um eine Anwaltskanzlei, die eine Sammelklage gegen einen Milliardär anstrebt, der seine Mitarbeiter um ordentlich viel Geld geprellt hat. Aber wer in dem Spiel der Gute ist, ist schon nach wenigen Minuten nicht mehr klar. In das Gewirr aus Intrigen und Skrupellosigkeit stolpert eine junge Anwältin, die mit dem Fall wesentlich mehr zu tun hat, als ihr anfangs klar ist, die hemmungslos ausgenutzt wird und am Ende bzw. Anfang… also in der Parallelhandlung 6 Monate in der Zukunft der grausamen Ermordung ihres Verlobten beschuldigt wird.

Glenn Close spielt die ebenso geniale wie berechnende Anklagevertreterin, der jedes - wirklich jedes - Mittel Recht ist, um zu gewinnen, und als Gegenschlag schon mal eine Handgranate mit der Post geschickt bekommt.

Damages lebt von großartigen Darstellern, unerwarteten Wendungen mit unglaublicher Häufigkeit und einer bis ins Letzte durchdachten Story und stellt jeden John Grisham Thriller in den Schatten. Fernsehunterhaltung auf allerhöchstem Niveau, die ich jedem empfehle. Und je eher man einsteigt, desto besser.

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Kennt denn niemand die Dave Matthews Band?

Datum: 6. März 2008
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Vorgestern ging es in der TV-Serie Dr. House, die sich ja ordentlicher Beliebtheit erfreut, um einen authistischen aber ziemlich genialen Musiker. Verkörpert wurde der von Dave Matthews. Und scheinbar bin ich der einzige, den ich kenne, der jemals von dem Mann gehört hat.

Seit Dienstag hab ich mit einigen Leuten über Dr. House gesprochen und hab bei jedem Mal darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Dave Matthews ja tatsächlich sowas wie ein musikalisches Genie ist. Zu meiner Verwunderung sagt der Name aber in Deutschland scheinbar auch Menschen, denen ich gute Kenntnisse im Bereich Rock und Pop bescheinigen würde, so ziemlich garnichts. Auch die Dave Matthews Band, die über Jahre hinweg als erfolgreichste Gruppe der USA galt - und als bestverdienenste noch dazu - löst bei uns nur Schulterzucken und Kopfschütteln aus.

“Machen die Metal, oder was?”

Nein! Tun sie nicht! Die machen Rock mit Einflüssen aus Folk und Blues und das mit ziemlich genialen Melodien.

“Klingt doch gut.”

Klar klingt’s gut. Super sogar. “Under the Table & Dreaming” ist eines meiner absoluten Lieblingsalben. Wird Zeit, dass ich mal versuche, die Band dahinter bekannter zu machen.

Das hier ist der Anfang meiner Bemühungen.

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Jetzt ging’s also los: Heroes in Deutschland

Datum: 11. Oktober 2007
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Gestern Abend war es soweit! RTL 2 startete mit einer Doppelfolge die deutsche Erstausstrahlung meiner Lieblingsserie Heroes. Ich erspare mir an dieser Stelle ein weiteres Loblieb auf die Serie, und lasse mich ein bisschen über die deutsche Version aus.

Wer unbedingt eine Lobeshymne lesen will, dem sei Spiegel Online empfohlen, wo ein ganz augezeichneter Artikel veröffentlicht wurde, dem es nichts hinzuzufügen gibt. Da hat sich jemand wirklich mit der Serie beschäftigt und auch die 1. Staffel schon komplett gesehen. Deshalb aber Vorsicht: Möglicherweise will man noch nicht alles wissen, was der Artikel verrät.

Zur gestrigen Premiere: Nach zahlreichen mehr oder weniger gut gelungenen Teasern, die schon seit Monaten das Programm von RTL 2 zierten, war mir ehrlich gesagt Angst und Bang, was der Sender, der ja normalerweise nicht gerade für hochanspruchsvolle Unterhaltung steht, mit der Serie anstellen würde. Aufgefallen sind mir ein paar dezente Kürzungen - so sieht man z.B. keine offene Schädeldecke beim ermordeten Maler. Damit hatte ich aber schon gerechnet, weil Heroes nicht ganz ohne solche Schockszenen auskommt, und die für 20.15 Uhr doch heftig sind. Ursache ist wahrscheinlich, dass Fernsehen und Kino in den letzten Jahren immer mehr ausloten, was denn auf dem Bildschirm gerade noch zeigbar ist - und da muss man mit, wenn man eine erfolgreiche Serie produzieren will. Bleibt abzuwarten, ob die Entschärfungen auch zukünftig so dezent ausfallen, oder irgendwann negativ auffallen.
Auch bedingt durch das Zusammenfügen von 2 Folgen zu einem Pilotfilm sind einige Szenen weggefallen, andere wurden umgestellt. Damit konnte man/ich aber leben.

Was mich wirklich stört, ist die komplette Synchronisation in deutsch. Ein nicht unerheblicher Teil des Charmes des Originals liegt darin, dass Japaner auch tatsächlich Japanisch sprechen und der Inder mit einem deutlichen indischen Akzent daher kommt. Ironischerweise scheint irgendwer der Meinung zu sein, dass die Deutschen wesentlich weniger gern Untertitel lesen, als die Amerikaner (Oh je, was sagt das über unsere Kultur aus!?!) und hat das lästige Ausländisch einfach weggelassen. Jetzt bleiben dem deutschen Zuschauer zwar Untertitel erspart, dafür klingt der eine Japaner wie ein Fünfjähriger und der andere verdächtig nach dem Namensgeber der Teenie-Serie Dawson’s Creek. Das Ganze gipfelt in sinnfreien Gesprächen wie “Fragen Sie ihn, was er gemacht hat.” - “Was haben Sie gemacht?”. Wenn das ein New Yorker Cop zu einem Übersetzer sagt, der es dem Japaner mit brontal minimalen Englischkenntnissen übersetzt, dann ist das logisch. Wenn der gesamte Dialog eingedeutscht ist, ist er lächerlich.
Schade, wirklich schade.

Ich hoffe, dass sich nicht allzu viele Leute von diesen dummen Übersetzungen abschrecken lassen, die die Qualität der Serie zweifellos mindern… aber im Großen und Ganzen muss man sagen: Es hätte noch schlimmer werden können.

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Heroes wirft seine Schatten voraus

Datum: 2. August 2007
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Im September letzten Jahres lief auf dem US-Sender NBC eine Fernsehserie an, die seitdem ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsserien rangiert: Heroes. Dieses Jahr wird RTL 2 in Deutschland mit der Ausstrahlung beginnen. Gut für mich: dann kann mich endlich mit mehr Leuten darüber unterhalten. Zeit, hier eine kurze Vorschau zu präsentieren…

Zeitreisen, Unverwandbarkeit, Gedankenlesen - nur drei der Fähigkeiten der HeroesZeitreisen, Unverwandbarkeit, Gedankenlesen - nur drei der Fähigkeiten der Heroes

Eine Warnung vorweg

Gestern abend habe ich mehrere Stunden lang RTL 2 nebenher laufen lassen. Und auch, wenn Heroes erst im “Herbst 2007″ anläuft, gibt es schon jetzt zahlreiche Teaser. Das Problem dabei ist, dass einige davon ein paar der Überraschungen zunichte machen, die die Serie so besonders machen. Ob das die cleverste Art ist, auf eine Serie Lust zu machen…ich bin da skeptisch.

Worum geht’s?

Im Mittelpunkt der Serie stehen Menschen “auf der ganzen Welt”, die entdecken, dass sie besondere Fähigkeiten haben. Sie können fliegen, die Zeit manipulieren, durch Wände gehen, Gedanken lesen oder verfügen über bemerkenswerte Selbstheilungskräfte.

Klingt wie X-Men? Tatsächlich gibt es einige Parallelen zu Figuren und Fähigkeiten aus den X-Men Comics. Allerdings könnte man sagen, dass Heroes vorher spielt. Hier geht es darum, dass die Mutationen, die manche Menschen eben so besonders machen gerade erst entdeckt werden. Und es geht darum, wie die Betroffenen damit umgehen, denn für einige sind ihre neuen Möglichkeiten ein Segen, für andere eher ein Fluch.

Wer ist dabei?

In der Liste des Stammbesetzung finden sich Namen wie Ali Larter, Milo Ventimiglia (der Jess aus Gilmore Girls), Greg Grunberg (der Eric Weiss aus Alias) und Hayden Panettiere, die man vielleicht noch als süße Ally McBeal Tochter in Erinnerung hat. Einige bekannte Gesichter also.

Doch auch die Liste mit Gastauftritten kann sich schon in der ersten Staffel sehen lassen. Darauf finden sich u.a. Eric Roberts, Sulu-Darsteller George Takei und in einer Mini-Rolle sogar X-Men Erfinder Stan Lee.

Was macht Heroes so besonders?

Mag sein, dass die Geschichte in ersten Moment nicht sehr originell klingt. Das Besondere ist zum einen die große Anzahl an regulären Charakteren, zum anderen aber die enge Verwebung der einzelnen Geschichten miteinander zu einem großen Ganzen. Die Story der ersten Staffel spielt innerhalb eines knappen Monats (abgesehen von zeitreisebedingten Rück- und einer ziemlich genialen Vorblende). Wie es in den letzten Jahren in Serien mehr und mehr Mode wurde (man denke nur an 24) steht keine Episode der Serie für sich. Jede markiert ein einzelnes Kapitel, das nur im Kontext Sinn macht und die Geschichte immer weiter voran treibt. Dabei gibt es immer wieder und wieder unvorhergesehene Wendungen und zahlreiche Überraschungen, die den Zuschauer mit offenem Mund vor dem Schirm sitzen lassen.

So etwas wie Heroes habe ich noch nie gesehen. Von der ersten Folge bis zum fulminanten Staffelfinale, das seinesgleichen sucht fesselt Heroes den Zuschauer mit einer unglaublichen und dennoch simmigen Geschichte, mit bemerkenswerten Special-Effects und tollen Charakteren.

Innerhalb kürzester Zeit hat die Serie eine riesige und ständig wachsende Fangemeinde aufgebaut und Slogans wie “Save the Cheerleader - Save the World” sind längst Kult.

Weitere Besonderheit: Die Comics

Besonders gespannt bin ich darauf, ob und wie das Konzept der Online-Graphic-Novels in Deutschland übernommen wird. Nach jeder Episode Heroes stellt der US-Sender NBC auf seiner Homepage einen Comic zum Download bereit, der die Serie ergänzt. Darin werden teilweise Hintergründe zu einzelnen Figuren beleuchtet, neue Figuren schon vor dem Auftreten in der Serie vorgestellt oder parallele Handlungen erzählt, die für die Geschichte mal mehr mal weniger wichtig sind. Für sich genommen machen diese Graphic-Novels kaum Sinn, aber im Zusammenspiel mit der Serie ergibt sich ein bemerkenswertes Erlebnis mit zahlreichen Aha-Effekten.

Mal sehen, ob RTL 2 diesen Mehrwert irgendwie ausnutzt, oder ob man die Comics einfach unter den Tisch fallen lässt. Wäre sehr schade. Fast so schade als würde man einige der Überraschungen der ersten Folgen schon in den Teasern verraten. Oh, hoppla…

Neugierig? Gut so!

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder der anderen ein wenig Lust auf die Serie machen. Ich persönlich fiebere schon dem Start der 2. Staffel Ende September entgegen. Wer es garnicht erwarten kann, dem empfehle ich einen Besuch auf heroes.myfanbase.de. Das Serienportal hat einen sehr ausführlichen Bereich rund um die Serie aufgebaut. Aber Vorsicht: Sonst werden womöglich einige Überraschungen verdorben.

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Update! Lass dich ruhig auf Jericho ein!

Datum: 12. Juni 2007
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Neulich hatte ich hier darauf hingewiesen, dass die TV-Serie Jericho mit Vorsicht zu genießen ist, weil die 1. Staffel mit einem gewaltigen Cliffhanger endet und die Serie nicht fortgesetzt wird. Das ist jetzt anders.

Aufgrund massiver Faninitiativen hat der zuständige Sender CBS nun doch eine Verlängerung beschlossen. Das ist doch mal was!

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Pro 7 hat ein Herz für Alias-Fans

Datum: 11. Juni 2007
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Dass ich nicht lache! Heute kam die 4. Staffel von Alias mit der Post. Pro 7 hat einen fetten Aufkleber draufpappen lassen…

... mit freundlicher Unterstützung von Pro 7... mit freundlicher Unterstützung von Pro 7

Da freu ich mich aber, dass mir diese “Top Serie” mit freundlicher Unterstützung von Pro 7 präsentiert wird.

Zur Erinnerung: Pro 7 ist der Sender, der nach dem grandiosen Finale der 2. Staffel von Alias erst mal eine dreijährige Pause eingelegt hat, bevor ab heute die 3. Staffel anläuft. Drei Jahre!!! Tja, warum auch sollte man nach dem genialsten Staffelfinale, das es bis dahin gab Wert darauf legen, dass die Serie so schnell wie möglich fortgesetzt wird, bevor zu viele Zuschauer das Interesse verlieren. Oder sich die DVD Box kaufen. Aber halt: Da verdient Pro 7 bestimmt wieder mit.

Gar nicht so dumm. Vielleicht ist das das neue Konzept, Serie zu verkaufen, anstatt die zu zeigen.

Bin ja mal gespannt, wann mir Pro 7 die fünfte und letzte Staffel endlich auf DVD präsentiert.

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Warnung! Lass dich nicht auf Jericho ein!

Datum: 3. Juni 2007
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Neulich habe ich hier auf die in Kürze auf Pro 7 anlaufende TV-Serie Jericho hingewiesen. Seitdem haben sich einige Sachen geändert. Zum einen hat sich die Zeit bis zum Anlaufen von Jericho drastisch verkürzt - morgen ist es schon soweit. Zum anderen hat ein wichtiges Ereignis dazu geführt, dass ich jetzt davon abrate, sich Jericho anzuschauen.

Das wichtige Ereignis war die Veröffentlichung der Programmpläne von CBS (des US-Senders der Jericho ausstrahlt) für die kommende Herbstsaison. Dort taucht Jericho nicht mehr auf. Es bleibt also bei einer Staffel für die Serie. Danke, CBS (dem US-Sender, der Jericho ausstrahlte).

Das wirkliche Ärgernis ist, dass es am Ende der 1. Staffel einen Cliffhanger geben wird, der es in sich hat. Alles ist offen. Zuerst war ich ziemlich begeistert davon, da man sich dadurch umso mehr auf die 2. Staffel freut, weil die mit einem ähnlichen Bumms beginnen wird wie schon die erste. Allerdings macht das Ganze natürlich in dem Moment keinen Sinn mehr, wo es keine 2. Staffel gibt. Dann kann man sich auch die erste schenken.

Es gibt zwar Gerüchte, dass die Geschichte in Form eines Spielfilms oder einer Miniserie zu Ende erzählt werden soll, aber bis sich das bestätigt rate ich: Finger weg von Jericho!

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Handys als Geigerzähler - Geht denn das?

Datum: 14. Mai 2007
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Auf Spiegel Online findet sich ein Bericht, wonach Hersteller von Mobiltelefonen darüber nachdenken, ihre Geräte mit Sensoren für ABC Bedrohungen auszustatten und durch Vernetzung eine Art Frühwarnsystem zu schaffen. Ich denke, das Ganze hat aber noch einen Haken.

Ich verzichte an dieser Stelle auf einen Link zum entsprechenden Bericht auf Spiegel Online, weil ich mit der zuständigen Redaktion noch eine Rechnung offen habe.

Wie so viele geniale Ideen der letzten Zeit bedanken wir uns auch für den Handy-als-Geigerzähler-Einfall beim US-amerikanischen Ministerium für Heimatschutz. Dort hat man sich überlegt, dass es ja wahnsinnig praktisch wäre, wenn Handys (man beachte: nicht Handies, schließlich ist es kein englisches Wort) Informationen über radioaktive Strahlung übermitteln könnten. Durch die Auswertung von Daten vieler Teilnehmer könnten dann im K-Fall wertvolle Infos über das Ausmaß der Verstrahlung gewonnen werden.

Teilnehmer ist in diesem Fall nicht ganz richtig, weil das Tolle an der Idee ist, dass die Mobiltelefone auch dann noch senden sollen, wenn der Besitzer längst gegrillt wurde.  Clever, gell?

Jetzt bin ich kein Atomphyisker, aber ich habe mal gehört, dass eine atomare Explosion auch immer mit seinem sogenannten EMP (Electromagnetic Pulse) zusammenfällt. Und der grillt alle elektronischen Bauteile (also auch Handymasten und Handys), noch bevor die Strahlung deren Besitzer erreicht.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis den US-Heimatschützern dieses kleine Problemchen bewusst wird.

Ich persönlich würde mir dann doch ein Handy mit Strahlungsschutz, statt Strahlungsdetektor wünschen. Jemand anderer Meinung?

Wer im Übrigen mehr über die Themen Strahlung und EMP und so weiter wissen will, dem sei die TV Serie Jericho empfohlen, die ab 4. Juni auf Pro7 läuft und die Einordnung dieses Beitrags in die Kategorie Fernsehen rechtfertigt. Auch John Woos Operation Broken Arrow ist in der Hinsicht ganz informativ.

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