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Panic Room

Datum: 22. Januar 2009
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Hier ist länger nichts mehr passiert. Ich hatte was anderes anderes zu tun. Und wären wir nicht neulich auf einem Geburtstag zufällig darauf gekommen, dass ich ja ein Blog habe, hätte ich es fast vergessen.

Was also hab ich drei Monate lang gemacht, dass ich meine Seite so sträflich vernachlässigt habe?

Ich war auf einer Halloween-Party, habe mehrfach gebruncht, hab gearbeitet, hatte Urlaub und war Gast auf diversen Geburtstagsparties. Ich war im Kino, mit unterschiedlichen Leuten in unterschiedlichen Filmen von unterschiedlicher Güte. Mit einigen Freunden war ich was Trinken, manchmal mit mehreren, manchmal mit einzelnen. Ein paar mal war ich sehr gut Essen, einmal sehr schlecht Bowlen und insgesamt auf mehr Weihnachtsfeiern als je zuvor.

Ich war mit acht Freunden auf drei Weihnachtsmärkten in einer Stadt, habe viel Glühwein getrunken, habe mir (daraufhin) den Mund an einem halben Meter Bratwurst verbrannt, wurde für 10 Minuten aggressives Flirten mit einem Glühweingutschein belohnt (das hat sich echt gelohnt!), habe viel gelacht, bin – in guter Tradition – aus der ersten Klasse der deutschen Bahn geflogen und habe entdeckt, dass PGR4 auch mit zwei Mini Coopern sehr viel Spaß macht. Und alles im letzten Satz an einem Tag.

Es war Weihnachten, dann Zeit für die Steuererklärung und dann Silvester und auf einmal 2009. Dazwischen gab’s Muffins. Die waren super. Gleich am Anfang von 2009 gab es ein Feuerwerk, das vom 12. Stock aus – wo wir gefeiert haben – recht gut aussah.

Etliche Male hatte ich Damenbesuch und irgendwann auch ein Schlafzimmer. Ich habe zweimal bei eisigen Temperaturen gegrillt und ich würde es wieder tun! Ich habe in der ganzen Zeit auffällig wenig neue CDs gekauft, dafür ein paar auffällig gute. Einige Zeit habe ich was Tolles programmiert, dass ich hier vorstellen werde, sobald es fertig ist. Ich habe viel aus How I Met Your Mother zitiert und es wurde viel zu selten zu schätzen gewusst. Einen Plan hab ich gezeichnet, einen Musterfragebogen zur psychologischen Vorbereitung auf Klassentreffen erfunden und ich habe eine Mandarine mit Nähten bemalt, dass sie aussieht, wie ein Baseball.

Zu guter letzt – und dafür ging ein Großteil des Novembers und ein beachtlicher Teil des Dezembers drauf -, bin ich umgezogen. Darf man „zu guter letzt“ sagen, wenn das, worum es geht, eigentlich vor allen anderen Sachen passiert ist, die man aufzählt?

Ich hab mir eine schicke kleine Wohnung gesucht, und verwirkliche mir den Traum, zumindest eine Zeit lang in der Stadt (Hof gilt ja als Stadt) zu leben. Es ist toll: Ich laufe 3 Minuten zum Bäcker, keine 5 Minuten zum Kino, 7-10 Minuten in die Fußgängerzone. Direkt vor meinem Fenster ist ein kleiner Park und die Wohnung selbst fällt für 65qm beachtlich groß aus und ist in einem sehr guten Zustand.

Das allerbeste jedoch ist ein kleiner Raum, etwa ein mal einen Meter mit autonomer Nahrungsmittelversorgung und gut versteckt hinter meiner Küchentür. Mein Panic Room. Der Schlüssel steckt immer innen an der Tür, so dass ich – im Falle dass Einbrecher in meine Wohnung eindringen – mich dort einschließen kann. Da der Lichtschalter außen ist, habe ich mich dazu entschlossen, im Panic Room selbst keine Lampe anzubringen, so dass mich Einbrecher, die draußen lauern nicht durch Ein- und Ausschalten des Lichts einschüchtern können.

Was habt ihr so die letzten drei Monate gemacht?

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Der Baader-Meinhof-Komplex

Datum: 14. Oktober 2008
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Getreu dem Motto „Besser spät als nie“ (mein Kinobesuch liegt schon über zwei Wochen zurück), und als Beweis für eine Bekannte dafür, wie toll ein Blog ist, um die eigene Meinung über Kinofilme kund zu tun, folgt nun eine kurze Kritik zum Uli-Edel-Film Der Baader-Meinhof-Komplex.

Im Vorfeld zum Kinobesuch hatte ich im SPIEGEL einen Artikel gelesen, indem der Regisseur berichtet, wie er selbst die Sechziger und Siebziger Jahre erlebt hat, und betont, dass er einen neutralen Blick auf die damaligen Geschehnisse geben wollte.

Das ist ihm wohl nicht konsequent gelungen, denn wenn man im Film die Gründe und Auslöser für den Terror gegen Polizei und Staat sieht, kommt man nicht umhin, ein gewisses Verständnis für beide Seiten zu entwickeln. Das ist ein heikles Thema, deshalb führe ich es vielleicht gar nicht weiter aus. Ich bin sicherlich weit davon entfernt terroristische Gedanken gut zu heißen, weshalb für mich nur der Schluss zulässig ist, dass eine objektive, dokumentarische Schilderung der Motive und Absichten der RAF nicht gelungen ist.

Ich würde deswegen nicht soweit gehen, den Film als gefährlich zu brandmarken, im Gegenteil, ich halte ihn für sehr sehenswert, aber der Baader-Meinhof-Komplex ist sicherlich keine leichte Kost. Verstärkt wird der Eindruck noch durch die oft beeindruckend detailgenaue Inszenierung und Nachstellung zeitgenössischer Fotos und Filmaufnahmen. Auch dazu gab es im SPIEGEL eine interessante Gegenüberstellung.

Für mich war es außerdem erschreckend zu sehen, dass ja zu der Zeit tatsächlich Krieg herrschte. Ein Krieg im Inneren zwischen dem Staat auf der einen und der RAF auf der anderen Seite. Ich kann mich auch noch an die Fahndungsplakate erinnern, die man in meiner Kindheit hier und da noch zu sehen bekam, und die erst jetzt für mich einen Sinn ergeben, weil einem heute die Gefahren dieser Zeit gar nicht mehr so bewusst sind. Es hat sich viel geändert. Und das ist gut so.

Damit diese Blogdemonstration richtig gut wird, bin ich jetzt natürlich auf Kommentare angewiesen. Also bitte. Wie fandet ihr den Film? Oder interessiert er euch garnicht? Und warum?

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Mal wieder Kino: 8 Blickwinkel

Datum: 6. März 2008
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Knapp 3 Monate ohne Post… da gilt es ein wenig aufzuholen.

Ich mag Filme, die bestimmte Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven immer und immer wieder zeigen und so ein großes Gesamtbild zeichnen. Gestern war ich mit einer Gruppe (wichtig, da 8 Personen und deshalb Eintrittsermäßigung!) in 8 Blickwinkel. Das ist so ein Film.

Na gut, richtig neu ist die Idee nicht. Ich kannte sie zum Beispiel schon aus Spiel auf Zeit / Snake Eyes oder 11:14 (beide bei mir auszuleihen). Trotzdem ist es immer wieder faszinierend, erst recht, wenn die Umsetzung derart gelungen ist, wie hier.

Worum geht’s? Es geht um ein Attentat auf den US Präsidenten und darauf folgende Bombenattentate und darum, was sich währenddessen im Hintergrund abspielt. Das alles wird – der deutsche Filmtitel impliziert es bereits – aus 8 verschiedenen Blickwinkeln geschildert und somit erklärt.

Der Film ist super. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, und trotzdem ergibt sich am Ende ein weitgehend stimmiges Gesamtszenario. Erzählt werden die einzelnen Episoden in einem teilweise halsbrecherischem Tempo. Und das nicht erst zum Ende des Films, auch wenn die Filmzeitschrift meines Vertrauens (TV Spielfilm) bemerkt, dass der Regisseur das Tempo am Ende des Films erheblich anzieht. Was da nicht stand war, dass es vorher schon unglaublich flott zur Sache geht.

Ich könnte noch ein bisschen weiter schwärmen und womöglich die hervorragenden, zum Großteil recht bekannten Schauspieler herausstellen. Das lasse ich und schließe mit der Empfehlung, sich den Film einfach anzuschauen. Es lohnt sich.

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Das Bourne Ultimatum

Datum: 17. September 2007
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War schon wieder im Kino. Und weil meine Arbeitskollegin darauf besteht, gibt’s hier eine kurze Kritik. Das Bourne Ultimatum ist der wahrscheinlich schnellste Film, den ich je gesehen hab. Ich bin total begeistert, oder sagen wir’s mal so: Bohrn is subbaH!

Bevor man sich den mittlerweile dritten Teil der Reihe anschaut, sollte man sich nach Möglichkeit nochmal die beiden Vorgänger, auf jeden Fall aber Teil 2 – Die Bourne Verschwörung – geben. Dann gibt’s nämlich einen genialen Aha-Effekt beim dritten Teil, ein filmischer Kunstgriff, der mich mit offenem Mund hat im Kino sitzen lassen.

Und wenn man schon dabei ist und alle 3 Filme der Reihe hintereinander sieht, dann bemerkt man auch deutlich, wie das Tempo von Film zu Film ansteigt, bis im aktuellen Teil schließlich keine Zeit mehr zum Durchatmen bleibt. Am laufenden Band wird gerannt, gerast, geschossen, geprügelt, ausgeteilt und eingesteckt, und zwar so, dass man jeden Schlag fast am eigenen Leib spürt. Das Bourne Ultimatum ist roh, brutal und unglaublich schnell. Wow!

Klar bleibt da wenig Zeit für eine originelle Geschichte, aber das Verhältnis von Geschichte zu Action macht Spaß.

Fazit: Bohrn is subbaH!

PS: Das Allerbeste am Bourne Ultimatum (Die ist hübsch!):

Julia Stiles als Nicky ParsonsJulia Stiles als Nicky Parsons

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Ein Filmzitat!

Datum: 23. August 2007
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Nein, ich habe nie Football gespielt! Ich saß daheim und habe Bücher gewälzt! Und jetzt… 15 Jahre später… bin ich einer der klügsten Köpfe des 21. Jahrhunderts, und verlobt mit der heißesten Frau des Planeten! Und Sie brauchen unsere Hilfe, deshalb werden Sie mich und meine Freunde mit etwas Respekt behandeln!

Ich bitte um Verständnis, dass ich frei zitiert habe, weil ich die betreffende Szene nur einmal gesehen habe. Und mit ein wenig Glück werde ich sie nie wieder sehen müssen.

Na, wer kennt’s?

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Handys als Geigerzähler – Geht denn das?

Datum: 14. Mai 2007
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Auf Spiegel Online findet sich ein Bericht, wonach Hersteller von Mobiltelefonen darüber nachdenken, ihre Geräte mit Sensoren für ABC Bedrohungen auszustatten und durch Vernetzung eine Art Frühwarnsystem zu schaffen. Ich denke, das Ganze hat aber noch einen Haken.

Ich verzichte an dieser Stelle auf einen Link zum entsprechenden Bericht auf Spiegel Online, weil ich mit der zuständigen Redaktion noch eine Rechnung offen habe.

Wie so viele geniale Ideen der letzten Zeit bedanken wir uns auch für den Handy-als-Geigerzähler-Einfall beim US-amerikanischen Ministerium für Heimatschutz. Dort hat man sich überlegt, dass es ja wahnsinnig praktisch wäre, wenn Handys (man beachte: nicht Handies, schließlich ist es kein englisches Wort) Informationen über radioaktive Strahlung übermitteln könnten. Durch die Auswertung von Daten vieler Teilnehmer könnten dann im K-Fall wertvolle Infos über das Ausmaß der Verstrahlung gewonnen werden.

Teilnehmer ist in diesem Fall nicht ganz richtig, weil das Tolle an der Idee ist, dass die Mobiltelefone auch dann noch senden sollen, wenn der Besitzer längst gegrillt wurde.  Clever, gell?

Jetzt bin ich kein Atomphyisker, aber ich habe mal gehört, dass eine atomare Explosion auch immer mit seinem sogenannten EMP (Electromagnetic Pulse) zusammenfällt. Und der grillt alle elektronischen Bauteile (also auch Handymasten und Handys), noch bevor die Strahlung deren Besitzer erreicht.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis den US-Heimatschützern dieses kleine Problemchen bewusst wird.

Ich persönlich würde mir dann doch ein Handy mit Strahlungsschutz, statt Strahlungsdetektor wünschen. Jemand anderer Meinung?

Wer im Übrigen mehr über die Themen Strahlung und EMP und so weiter wissen will, dem sei die TV Serie Jericho empfohlen, die ab 4. Juni auf Pro7 läuft und die Einordnung dieses Beitrags in die Kategorie Fernsehen rechtfertigt. Auch John Woos Operation Broken Arrow ist in der Hinsicht ganz informativ.

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War ich also in Spiderman 3…

Datum: 1. Mai 2007
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Gestern war ich mit ein paar Freunden in einer total exklusiven Vorpremiere des dritten Spiderman-Films. Und um es gleich zu sagen: ich bin enttäuscht! Das Problem waren wohl zu hohe Erwartungen.

Na gut, das ist mir ja nicht zum ersten Mal passiert, dass ich an einen Film Erwartungen hatte, denen er nicht gerecht geworden ist. Aber genau das war wohl auch das Problem der Macher. Der Druck, hohen Erwartungen gerecht werden zu müssen, führte zwar zu richtig fetziger Action – sogar die Klopperei zwischen Spidey und Doc Ock auf der Hochbahn im zweiten Teil wirkt angesichts der jetzt gezeigten Szenen wie Kindertennis – aber auch zu allerhand Übertreibungen.

Unter dem Einfluss des schwarzen Glibbers, der später Venom (dem bösen Spiderman) wird führt sich Peter Parker auf wie ein Volltrottel. Und genau an der Stelle, wenn er durch New York tänzelt oder in einer Bar vor Ex-Freundin Mary Jane eine Show abzieht, wird es einfach zu kindisch. Das hat nichts mehr damit zu tun, dass man zeigen will, wie bekloppt er sich aufführt, da geht es nur noch darum, Lacher zu ernten – und zwar um jeden Preis.
Auch die ersten beiden Teile waren witzig, dabei aber nie so platt wie dieser.

Weiteres Problem: die Story. Drei Bösewichte sind einfach zuviel für einen Film, selbst wenn er 140 Minuten läuft. Da geht zwangsläufig die Tiefe der Charaktere, die in den Vorgängern so wichtig war, verloren. Außerdem gibt es einige Handlungsstränge, die durch das ständige Hin und Her irgendwann nerven: Harry Osborne ist böse… nein, gut… nein, böse… aber doch gut. Peter und MJ sind glücklich zusammen… nein, doch nicht… aber vielleicht…

Das nervt irgendwann. Dazu kommt noch, dass einige Zusammenhänge überkonstruiert wirken.

Und auch wenn ich jetzt schon ein paar Forenbeiträge usw. gelesen habe, die alle betonen, wie überraschend doch das Ende war, bin ich doch davon überzeugt, dass der Film ab einem gewissen Punkt vorhersehbar war. So hat die Schnitte neben mir das Ende, das man nie erwartet hätte, schon 30-40 Minuten vor dem Ende, das man nie erwartet hätte, vorhergesagt. War irgendwie logisch.

Schade. Wenn wir Glück haben, wird der vierte Teil besser. Und wenn wir noch mehr Glück haben, gibt es keinen vierten Teil.

Wer fand denn den Film gut? Und warum?

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