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Spamschutz mittels Pixeltracking

Datum: 10. August 2007
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Reaktionen: 7 Kommentare

Spam ist bekanntlich ein ziemliches Problem. Jeder, der irgendwo ein Gästebuch oder Blog betreibt wird früher oder später zwangsläufig damit konfrontiert, dass irgendwelche Penner - oder Bots programmiert von irgendwelchen Pennern - dort unbedingt Werbung für Potenzmittel machen müssen. Was kann man tun, wenn man - wie ich - überhaupt keine Potenzmittelchen nötig hat? Hier eine Idee…

Vor etwas mehr als zwei Jahren hab ich mal - ich muss wohl zuviel Zeit gehabt haben - ein kleines Content-Management-System programmiert. Teil davon sind auch ein Gästebuch-Modul und ein Modul zum Aufbau eines simplen Weblogs. Seit knapp einem Jahr kämpfe ich nun mit Spammern, die sich in besagten Modulen verewigen wollen.

Dieses Blog hier ist bislang recht sauber, denn es basiert auf Wordpress und das bringt mit Askimet ein starkes Plugin mit, das Spam recht zuverlässigt erkennt und ausfiltert. Soweit ich weiß wird dafür ein Webservice genutzt. Vielleicht könnte man den auch aus anderen Systemen konsumieren, aber es gibt noch andere Ansätze.

Mein erster war eine Blacklist. Dort konnte ich manuell oder automatisiert Namen, Mailadressen (oder Teile davon) und Begriffe eintragen, die Spamposts identifizieren, die dann ausgefiltert werden. Das klappte eine Zeit lang recht gut, aber mit immer mehr immer anderem Spam war der Wartungsaufwand in letzter Zeit zu hoch. Eine andere Idee musste her.

Ebenfalls Teil meines CMS ist ein Tracking-Modul, das auf Pixelmessung basiert. D.h. in jeder Seite, die ein Client anfordert, ist ein Pixel oder eine kleine Grafik enthalten, die Informationen über den Besucher an den Server zurückschickt, die dann gespeichert werden und ausgewertet werden können. Da Bots, die Spam eintragen sich nicht die Mühe machen, in einer Seite enthaltene Bilder herunterzuladen, werden sie auch nicht auf diese Art erfasst, was der Datenqualität ja nur zu Gute kommt.

Die Idee ist nun, dass jeder, der sich im Gästebuch einträgt, bzw. einen Kommentar ins Blog stellt, kurz vorher ja mindestens eine Seite aufgerufen haben muss, und dadurch in der Tabelle mit den Trackingdaten enthalten ist. Mein neuer Ansatz ist also der, die IP-Adresse jedes neuen Eintrags/Posts in dieser Tabelle zu suchen. Gab es kurz vorher einen Seitenaufruf von diese IP, dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit nicht um Spam.

Ob es funktioniert, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

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Externe Links unbrauchbar machen - Was für ein Vollstuss!

Datum: 11. Juli 2007
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Reaktionen: 14 Kommentare

Sowas hab ich auch noch nicht gesehen! John Deere, Hersteller hochwertiger Traktoren, brandheißer Mähdrescher und allerlei anderer feiner Maschinerie erfindet den externen Link neu. Und wie! Ich möchte die Gelegenheit nutzen, den verantwortlichen Programmierer als Versuchsperson für Gehirntransplantationen vorzuschlagen. Und ich meine als Zielperson für eventuell zur Verfügung stehende Transplantate.

Mit externen Links ist das ja so eine Sache. Klickt der Besucher drauf, ist er womöglich erstmal weg - erst recht wenn man sich an neueren Standards orientiert und darauf verzichtet, mit dem Target-Attribut ein neues Fenster zu öffnen. Um Besucher möglichst lange auf der eigenen Seite zu halten und dennoch Händlern gegenüber posen zu können “Da, wir haben sogar zu dir verlinkt!” hat sich ein Webdesigner bei John Deere was ganz Tolles einfallen lassen: (Ich bin mir sicher, dass es sich um einen Einzeltäter handelt, zwei oder mehr Leute können unmöglich bescheuert genug sein, so etwas gut zu finden)

Ihr John Deere Vertriebspartner ist eine nette Auflistung von Adressen und Webseiten. Ich bin darauf aufmerksam geworden, als mich mein Vater völlig verzweifelt zu sich ins Büro bestellt hat, weil er daran scheiterte, einen einfachen Link anzuklicken.

Ein Usability-Schnelltest offenbarte: So einfach ist das auch nicht. Tatsächlich stelle ich es mir ein ganzes Stück einfacher vor, ein Space Shuttle zu landen. Ein Klick öffnet hier nämlich nicht - wie man es voller Naivität erwarten könnte - die Seite, die man erwarten würde. Es passiert erstmal garnichts. Dank meines analytischen Sachverstandes bemerkte ich den Hinweis auf ein blockiertes Popup Fenster (dieses Phänomen hat mich und einen hochbezahlten Entwickler schon mal zwei Stunden lang fast zur Verzweiflung getrieben). Ich deaktiviere also den Popup-Blocker und klicke den Link nochmal. Ah, ein Popup.

Aber nicht etwa die erwartete Seite füllt das Popup, sondern ein Hinweis, dass man womöglich die John Deere Seite verlässt. (Wer könnte das ernsthaft wollen, wo sie doch augenscheinlich von einem wahren Internet-Visionär entwickelt wurde?) Man hat also die Wahl, ob man die Seite wirklich verlassen will und die Zielseite endlich im Popup angezeigt bekommt, oder man doch wieder zur Vernunft kommt und den dreisten Versuch die Seite zu verlassen (die ja eigentlich im Hintergrund sowieso geöffnet bleibt) abbricht.

So leicht kommt man garnicht wieder weg, von der John Deere WebseiteSo leicht kommt man garnicht wieder weg, von der John Deere Webseite

Diese Entdeckung liegt jetzt anderhalb Stunden zurück, und mir fehlen immer noch die Worte. Vielleicht findet jemand anderer welche.

Zum Glück ist derjenige, der die Webseite baut nicht für das Design der Armaturenbretter bei John Deere zuständig!

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Chronologie eines Google-Experiments

Datum: 3. Juli 2007
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Reaktionen: 3 Kommentare

Für Webworker ist es immer wieder interessant, wie man neue Seiten am schnellsten in den Index der großen Suchmaschinen - nennen wir sie Google - bekommt. In Zusammenarbeit mit der Sabine und dem René habe ich da mal ein paar seriöse Untersuchungen durchgeführt. Ein Begriff bzw. Name, um den es gehen sollte, war schnell gefunden.

Tag 1

Am späten Abend veröffentlicht Markus einen Blogeintrag. Es geht um Thorsten K., der von Markus erwartet, dass er eine Seite aus dem Google-Index löscht, weil sie verhindert, dass seine Seite auf Platz 1 gelistet wird.

Tag 2

Ein völlig anderer Markus postet in seinem Blog und verwendet dabei mehrmals den vollen Namen des Thorsten K. Weitere Merkmale des Eintrags sind enorm hohe Keyworddichte und geschickte Nutzung des Seitentitels. Dummerweise vergisst der andere Markus den Link zu Thorsten K. Das könnte sich negativ auf dessen Pagerank auswirken, Stichwort Linkpopularität.

Übrigens hat die Homepage des anderen Markus einen Pagerank von 4. Das ist für eine Seite ohne erkennbaren Nutzen, die seit einem Jahr nicht mehr wesentlich aktualisiert wurde, gar nicht mal schlecht. Und der Pagerank vererbt sich, so dass auch der ganz neue Eintrag, der Google noch nicht einmal bekannt ist, einen Pagerank von 1 bekommt. Selbst das ist mehr als viele Seiten im Internet jemals haben werden.

Wenig später taucht auch im Blog von René der Name des Thorsten K. auf. Es gibt Verlinkungen in die Blogs von Markus und des anderen Markus. Einen Link zu Thorsten K. sucht man auch hier vergebens. Übrigens nutzt René den Blogging-Dienst von Google.

Auch Sabine entschließt sich an diesem Tag, ein Blog zu starten. Ihren ersten Eintrag widmet sie Thorsten K. Da sich Sabine noch nicht so gut mit dem Bloggen auskennt, vergisst sie, dessen Homepage zu verlinken. Wenigstens denkt sie daran, René und Markus und den anderen Markus zu verlinken.

Neuer Weltrekord! Nur zwei Stunden nach seiner Veröffentlichung taucht Renés Post schon in den Google Ergebnissen auf. Sucht man dort nach dem Namen des Thorsten K. ist Renés Seite auf Platz 1.

Tag 7

Lange nichts passiert. Aber nun schlägt die gnadenlos optimierte Seite vom anderen Markus voll zu. Platz 1 bei Google und Platz 2 mit einer Seite weiter unten in der Seitenstruktur gleich hinterher. René ist auf 3. Die eigene Seite von Thorsten K., die wirklich nirgends verlinkt ist, auf 4.

Tag 8

Das war aber auch Zeit! Sabines ebenfalls Google-betriebenes Blog setzt sich in den fraglichen Suchergebnissen auf Platz 3. Witziger Nebeneffekt: Die Seite von Thorsten K. ist plötzlich ganz verschwunden. Sachen gibt’s…

Tag 11

Die Seite von Thorsten K. ist wieder da. Unverändert mies gemacht und unverändert weit abgeschlagen - jetzt auf Platz 6. So hatte sich das Thorsten K. sicher nicht vorgestellt. Eigentlich wollte er auf 1.

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Wie das Internet funktioniert (Revolutionäre Suchmaschinenoptimierung!)

Datum: 19. Juni 2007
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Keine Sorge, hier geht es nicht um langweilige Technik, sondern um eine ebenso simple wie effektive Methode, wie man zu einem beliebigen Suchbegriff ganz oben bei Google und Co. landet. (Oder auch bei der MSN Suche - wenn man will.)

Der wohl beliebteste Beitrag in diesem noch jungen Blog ist einer über eine junge Musikerin - Claudia Koreck - die momentan von Bayern 3 sehr gepusht wird (wie man auf neudeutsch sagt). Dank Suchmaschinenoptimierung der klassischen Art habe ich es geschafft mit Begriffen rund um die Künstlerin ganz gut platziert zu sein und bekomme so auch einiges an Traffic. Aber jetzt werde ich mit einer ganz neuen Art der Suchmaschinenoptimierung konfrontiert. Die geht so:

Zum oben genannten Beitrag hat ein junger Mann - nennen wir ihn Thorsten K. - einen Kommentar verfasst. Das ist schön. Wenige Tage später launcht (ah, noch was Neudeutsches) Thorsten K. seinen eigenen Internetauftritt und möchte natürlich am besten schon gestern in Suchmaschinen gefunden werden. Zu seinem Entsetzen stellt er fest, dass bei Eingabe seines Namens das erste Google Ergebnis nicht etwa seine Seite sondern dieses hochwertige Blog ist. Immerhin dicht gefolgt von seiner Internetpräsentation, die ich hier wertungsfrei lassen möchte. (Na gut, möchte ich eigentlich nicht, aber ich reiße mich zusammen.)

Thorsten K. hat eine Idee! Er schreibt mir eine Mail und bittet mich, seinen Kommentar zu löschen, auf dass er in Suchmaschinen besser abschneidet. Weil ich keine Lust auf eine Diskussion mit jemandem habe, der vom Internet offenbar soviel Ahnung hat wie ich von Flora und Fauna in Südwestturkmenistan, tue ich ihm den Gefallen. Auf ein Antwortschreiben verzichte ich wohlweißlich, um unser gutes Verhältnis nicht durch bösen Sarkasmus zu gefährden.

Vier Tage später bekomme ich eine weitere E-Mail. Thorsten K. bedankt sich für die Löschung. Gleichzeitig weist er aber darauf hin, dass Google immer noch dieses Blog für das beste Ergebnis bei der Suche nach seinem Namen hält und bittet mich das zu korrigieren.

Ich bin von der Einfachheit dieses Vorschlags dermaßen beeindruckt, dass ich wohl gleich heute Abend auch mal ein paar E-Mails schreiben werde. Ich überlege mir ein paar fetzige Suchbegriffe, die immer wieder gerne benutzt werden (ich denke da an: Handy, Sex, kostenloser Porno-Download, Star Wars, Microsoft, vielleicht auch Google und ein paar andere) und schreibe einfach alle Leute an, deren Internetseiten für diese Suchbegriffe besser platziert sind als die meine. Dann bitte ich in meiner charmanten Art, ob man nicht die Begriffe von den Seiten entfernen und am besten gleich noch bei Google dafür sorgen könnte, dass die Seiten auch umgehend aus dem Index entfernt werden.

Vor dem Hintergrund des Web-2.0-Gedankens bin ich zuversichtlich, gute Unterstützung zu bekommen. Und in Nullkommanix bin ich für alle möglichen Begriffe bei allen möglichen Suchmaschinen auf Platz 1.

Lieber Thorsten K., so umwerfend deine Methode der Suchmaschinenoptimierung auch sein mag, ich habe irgendwie Zweifel, dass sie sich durchsetzen wird. Bitte hör auf, mich zu nerven und warte einfach bis zur nächsten Aktualisierung des Google Indexes. Google ist nämlich schlau und wird merken, dass dein Name hier nicht mehr vorkommt und wird schon bald diese Seite bei der Suche danach nicht mehr finden. Anständigerweise habe ich in diesem Beitrag darauf verzichtet, deinen kompletten Namen immer und immer wieder zu nennen, oder ihn gar in den Seitentitel aufzunehmen, so dass auch hier keine Gefahr für die Platzierung deiner Seite droht.

Allerdings kann und will ich nicht dafür garantieren, dass nicht vielleicht eine andere Seite, die auch nicht deine ist, und mit der ich ganz bestimmt überhaupt garnichts zu tun haben werde plötzlich mit deinem Namen auf Platz 1 landet…

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Apples Safari Browser gibt’s jetzt auch für Windows

Datum: 12. Juni 2007
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… und ich bin einer der ersten, die drüber bloggen! Bislang hab ich nur Posts gefunden, die sich tatsächlich damit auseinander setzen und nicht nur darauf hinweisen. Das Wichtigste zuerst: Der Downloadlink.

Seit etwas mehr als einem halben Jahr bin ich ja begeisterter Teilzeit-Mac-Nutzer. Den Safari - Apples hauseigenen Browser - nutze ich aber eher selten. Zwar sind Mac Nutzer im Allgemeinen begeistert davon, aber mir ist nach wie vor Opera am liebsten.

Dennoch braucht man als ernsthafter Webentwickler (oder wie immer man das dieser Tage nennt) auch den Safari um seine Seiten zu testen. Da ich normalerweise am PC entwickle, freu ich mich riesig über den Windows Safari - dann brauch ich nicht immer vom Schreibtisch zum MacBook zu sprinten und zurück. Und nein, auf dem Schreibtisch ist kein Platz mehr für den Mac.

Vor ein paar Minuten hab ich also die Beta runtergeladen. Was mir bisher aufgefallen ist:

Demnächst mach ich vielleicht mal einen Vergleich: Safari 3 gegen Firefox 3. Bleiben Sie dran!

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Ratz fatz in den Google Index

Datum: 19. Mai 2007
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Dieser Artikel bezieht sich auf eine frühere Version dieses Blogs.

In der Vergangenheit hatte ich immer wieder und wieder Probleme, meine Seiten in oder aus dem Google Index zu bekommen. Aber diesmal ist alles anders.

Seit knapp zwei Wochen ist mein Blog online. Um sicherzustellen, dass ich auch über Suchmaschinen (nennen wir sie mal Google) gefunden werde, habe ich im Wesentlichen drei Maßnahmen ergriffen.

1. Optimierung des Quellcodes, dass er schön suchmaschinentauglich ist.

Dabei kam mir die Standardkonformität von Wordpress schon mal sehr entgegen. Mehr dazu ein ander mal.

2. Bereitstellen einer Sitemap

Dank des Wordpress-Plugins Google Sitemap Generator wird mit jedem Post eine aktualisierte Sitemaps-Datei an Google übermittelt. Damit habe ich schon recht gute Erfahrungen gemacht und auch diesmal scheint es das Crawling meiner Seiten und die Aufnahme in den Index zu beschleunigen. Bereits Anfang dieser Woche - nur 7 Tage nach der Liveschaltung - waren schon die ersten Seiten bei Google zu finden. Und es werden immer mehr.

3. Verlinkung von anderen Seiten

Zufällig betreibe ich noch eine andere Seite, die einen Google Pagerank von 4 aufweist. Das ist schon mal nicht schlecht. Dort habe ich Links in dieses Blog platziert, um die Relevanz zu steigern. Der René hat auch ein bisschen geholfen.

Stand jetzt gerade eben kennt Google schon 18 Seiten unter dieser Domain. Ich wusste garnicht, dass es schon so viele sind. Könnte aber daran liegen, dass auch ein paar der Feeds unsinnigerweise indiziert wurden.

Allein in den letzten beiden Tagen hatte ich knapp 20 Zugriffe über Google zu Suchbegriffen rund um Claudia Koreck. Das ist für meine Verhältnisse schon garnicht schlecht.

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Juhuu! Ankündigungen zum Internet Explorer 8

Datum: 7. Mai 2007
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Dieser Tage steigt in Las Vegas die Mix 07, Microsofts Entwicklerkonferenz. Bei der Gelegenheit gab es auch einen kleinen Ausblick auf die Version 8 des Internet Explorers… der soll im Hinblick auf Standard-Kompatibilität besser werden. Aber Vorsicht!

Für alle die, die es nicht wissen, heutzutage gibt es zwei Arten von Browsern: Es gibt die, die sich an definierte Standards halten, moderne Technologien unterstützen und vorantreiben, und es Webdesignern relativ einfach machen, ansprechende Seiten zu gestalten. Als Vertreter wären da der Firefox, Apples Safari und mein persönlicher Favorit Opera zu nennen.

Auf der anderen Seite gibt es den Internet Explorer. Statt den Browser so zu programmieren, dass er mit durchdachten Standards zurecht kommt, definiert Microsoft seit Jahren eigene Standards, auf Basis dessen, was der Browser kann. Hm, auch ein Ansatz.

Für Webdesigner wird dadurch alles schwieriger, denn leider ist ein erschreckend großer Teil der Internetnutzer immer noch nicht auf den Trichter gekommen, sich einen anständigen Browser auszusuchen und freut sich z.B. riesig darüber, dass Microsoft im IE7 das Tabbed Browsing erfunden hat. Das Problem für den Webdesigner ist, dass er zusätzlich zu einer standardkonformen Lösung auch noch Mittel und Wege finden muss, dass der Internet Exploder die Seite auch anständig darstellt. Spart man sich das, gibt’s schnell von IE-nutzenden Internet-Profis verbale Haue.

Jetzt kündigte aber der Microsoft-Chef-Internet-Explorer-Vergurker Chris Wilson an, dass die kommende Version des IE, die nächstes Jahr erscheinen soll, sich wesentlich besser auf Standards versteht. Das klingt im ersten Moment toll. (Vielleicht hat Microsoft auch noch die tolle Idee, den Browser mit Mausgesten zu steuern! Das wäre mal innovativ!)

Aber nicht so schnell! Ich zitiere den Chef-Vergurker Chris Wilson:

Das Internet ist ein gewachsenes System – einige Webseiten, die auf Standard-Abweichungen älterer IE-Versionen Rücksicht nehmen, sind mit der Version 7 nicht mehr zu nutzen… Wenn wir sagen ‘hier ist unser neuer Browser, er ist kompatibel zu den Standards’, stören wir das aktuelle Ökosystem, und das verbessert die Situation für niemanden.

Geht’s noch?!?

Seit Jahren erfindet Microsoft proprietäre Standards, die dem Internet Explorer Rechnung tragen, und nun sollen diese plötzlich beibehalten werden und der neue Browser dem alten Schrott angepasst werden?

Wenn man das weiter denkt, würde da ja heißen, dass alle Browser, die kompatibel zu gängigen Standards sind, das “aktuelle Ökosystem stören”. Interessanter Gedanke.

Eigentlich eine Frechheit der vielen Browser, einfach so in das Ökosystem Internet einzudringen, dass Microsoft in jahrelanger Marktdominanz aufgebaut und angepasst hat (angepasst an den Browser, denn so muss es wohl richtig sein) und einfach alles kaputtzumachen!

Ich muss jetzt erst mal was trinken.

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Schriftgrößen und liquide Layouts

Datum: 5. Mai 2007
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Dieser Artikel bezieht sich auf eine frühere Version des Blogs

Kein anderes Medium entwickelt sich so schnell wie das Internet. Und was gestern noch der letzte Schrei war - man denke nur an tabellenbasierte Layouts - gilt heute schon als unprofessionell und wird verspottet. Unabhängig von den verwendeten Techniken, hier ein paar Gedanken zu Schriftgrößen und sogenannten liquiden Layouts.

Dieses wundervolle Weblog verwendet eine relativ große Schrift. Warum relativ, darauf werde ich ein ander Mal eingehen. Aber warum groß?

Als ich vor knapp 7 Jahren meine erste Webseite zusammengestöpselt hab, ging der Trend eher hin zu kleinen Schriften. Das blieb eine ganze Weile so. Der Hauptgrund dafür dürfte gewesen sein, dass damals die am weitesten verbreitete Bildschirmauflösung unglaubliche 800×600 Punkte hatte. Rechnet man dann noch Symbolleisten des Browsers weg, war der Rest relativ klein. Jakob Nielsen, Usabilityguru vertrat zu der Zeit die These, dass Scrollen nicht gut sei für die Benutzbarkeit. Logische Schlussfolgerung: man verwendet kleine Schriften um möglichst viel Informationen auf eine Seite zu bekommen.

Mittlerweile hat sich einiges geändert. Herr Nielsen findet Scrollen gut und Bildschirmauflösungen von 1600×1200 sind nicht mehr außergewöhnlich. Der Standard dürfte wohl bei 1280×1024 liegen. Wenn man auf einem solchen Bildschirm eine Seite von damals betrachtet oder gar lesen möchte, kommt das einer kleinen Herausforderung gleich.

Daher geht der Trend heutzutage hin zu größeren Schriften, die auch bei hohen Auflösungen bequem lesbar sind. Und mit einem Scrollrad an der Maus liest sich auch ein recht langer Text sehr einfach.

Ganz ähnlich der Schriftgröße wird auch die Funktionsweise eines Layouts maßgeblich von der Bildschirmauflösung beeinflusst. Je breiter ein Text wird, desto schwieriger ist er zu lesen. Das ist ein simpler Grundsatz, und deshalb sind auch Zeitungen mehrspaltig. Erst recht bei kleinen Schriften machte es also durchaus Sinn, die Spaltenbreite irgendwie zu beschränken. Das Ergebnis waren dann häufig schmale Textfenster mit fixer Breite in denen gescrollt werden konnte, umrahmt von vielen Bildern.
Von den vielen Bildern ist man mittlerweile abgekommen. Auch wenn der Praktikant aus unserer Werbeabteilung etwas anderes behauptet, geht der Trend eindeutig zu weniger Bildern. Moderne Seite kommen meist mit einem großen Banner oben aus und lenken den Fokus ansonsten auf den Text. Blogs sind ein Paradebeispiel dafür.

Jens Meiert, jemand der sich mit Webdesign sehr gut auskennt, setzt derzeit auf ein sogenanntes liquides Layout, das sich der Breite des Browserfensters anpasst, und sie voll ausnutzt. Ich sehe das ein wenig problematisch und halte deshalb an einem fixen Layout, mit definierten Spaltenbreiten fest. Der Grund sind einmal mehr die tendenziell immer höheren Bildschirmauflösungen. Auf einem Widescreen-Display mit 1600 oder mehr Pixeln in der Breite dehnt sich die Seite soweit aus, dass der Text zwangsläufig schwerer zu lesen wird.

Da konzentriere ich mich lieber auf eine Textspalte auf der linken Bildschirmseite und scrolle nach unten.

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